Die Drittelregel: So gelingt ein spannender Bildaufbau

Bildgestaltung mit der Drittelregel

Ein Beitrag von Heidrun Köhlert

Die Drittelregel: ein wichtiges Instrument für ein spannendes Bild

Was wir als Hingucker empfinden, folgt bestimmten Regeln unserer Wahrnehmung. Und das kannst Du nutzen, um mit gekonnter Bildgestaltung Dein Bildmotiv spannender in Szene zu setzen. Du bestimmst, worauf es Dir im Bild ankommt, d.h. Du betonst gezielt Dein Motiv. So lenkst Du die Aufmerksamkeit auf das, was Dir wichtig ist. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Drittelregel. Sie bietet Dir eine optimale Bildeinteilung für einen spannenden Bildaufbau.

Du erfährst in diesem Blogbeitrag:

  • Was die Drittelregel für die Bild-Wahrnehmung bedeutet,
  • wie Du die Drittelregel im Bild festlegst und
  • wie Du Deine Motive daran optimal ausrichtest.

Die Drittelregel und ihre Bedeutung für unsere Bild-Wahrnehmung

Wir empfinden ein Bild grundsätzlich spannender, wenn das Motiv nicht mittig, sondern leicht dezentral gesetzt wird. Das hängt mit unserer Bild-Wahrnehmung zusammen. Doch wie gelingt das? Am einfachsten ist es, die Drittelregel zu nutzen. Damit machst Du Deine Szenen zu einem Hingucker.

So teilst Du mit der Drittelregel Dein Bild optimal ein

Versehe Dein Bild gedanklich mit zwei vertikalen und zwei horizontalen Linien. Es entstehen neun Rechtecke. Die Linien sind später beim Filmen Deine Hilfslinien. Übrigens, diese Bildeinteilung in neun Rechtecke gilt sowohl für Hochkant-Aufnahmen als auch für Filmen im Querformat 16:9.

Tipp

Am besten, Du richtest Dir dazu das Raster in Deinem Smartphone ein. Dann fällt es leichter, die Drittelregel im Blick zu behalten. Wo Du das Raster in Deinem iPhone findest, zeigen wir Dir auf die Schnelle im Kurz-Blog:

https://einfach-filmen.de/raster-einrichten-im-iphone-2/

Die Drittelregel als Hinguckermagnet

Und so gelingt Dir eine spannende Bildgestaltung: Richte Dein Motiv an den Linien aus. Achte darauf, dass Dein Motiv auf der 2:3 Seite ist.

Hier ist das DLRG-Haus auf der 2:3 Seite platziert.

Hier liegt der Warnhinweis auf der oberen Linie.

3 Tipps, wie die Du die Drittelregel optimal nutzt

Tipp 1: Motive leicht eindrehen

Steht Dein Motiv oder die Person zum Beispiel eher links, drehe das Motiv oder die Person etwas nach rechts ein, so dass Du nicht frontal aufnimmst, sondern leicht eingedreht. Das gilt natürlich auch vice versa.

Das Haus ist nicht frontal, sondern leicht eingedreht nach vorne links. Das schafft mehr Tiefe im Bild.

Tipp 2: „Eyecatcher“ an den Linien  ausrichten

Nutze die Linien, um den Blick auf das zu führen, worauf es Dir ankommt. Filmst Du Personen, dann richte die Augenpartie ebenfalls an einer Linie aus. Du siehst, so ganz genau muss es nicht sein. Aber die Linien bieten eine gute Orientierung.

Tipp 3: Die Schnittpunkte der Linien nutzen für das, worauf es ankommt

Gibt es etwas, was Du besonders betonen willst? Dann schau doch mal, ob Du dafür die Schnittpunkte der Linien nutzen kannst.

Screenshot aus dem Imagefilm Bentley, bearbeitet von Dr. Karin Steinhage.

Zusammengefasst:
Die Drittelregel besteht eigentlich aus zwei Regeln!

1) Die wichtigen Bildelemente sollen im 2/3-Teil des Bildes liegen.

2) Möchtest Du bestimmte Bildelemente (zum Beispiel die Augenpartie) besonders betonen, dann lege sie auf einen der Schnittpunkte.

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