EINFACH FILMEN mit dem Smartphone

Wie die Idee entstand

Aus Sicht von Karin Steinhage

Eigentlich waren wir Konkurrentinnen…

… beide Filmproduzentinnen in Hamburg und beide mit einem redaktionellem Schwerpunkt Medizin – ich zusätzlich noch mit eigener Contentmarketing-Agentur. Aber nachdem wir uns ein paar Mal auf Fortbildungs-Veranstaltungen getroffen und miteinander geredet hatten, war Heidrun mir sehr sympathisch und ich nahm mir vor, den Kontakt zu ihr zu halten. Und vielleicht gab es ja Bereiche, in denen wir uns gegenseitig unterstützen konnten. Ein erster Anlauf, ein nettes Mittagessen in der altehrwürdigen Deichtorstraße, verlief allerdings im Sande. Wir ahnten damals nicht, dass wir beide eine Leidenschaft pflegten, die uns Jahre später zusammenbringen würde.

Wissen weitergeben aus Leidenschaft

Mit der Filmakademie in Ludwigsburg hatte es zu Beginn der 2000er Jahre angefangen und mich dann nicht mehr losgelassen: die Freude daran, meine Film-Erfahrungen weiterzugeben. Also arbeitete ich bald an einem eigenen Workshop-Konzept und unterrichtete beispielsweise Startups darin, wie sie mit einfachen Mitteln Foundraising-Filme produzieren konnten. Als ich Heidrun dann wieder traf, war ich gerade auf der Suche nach einer Rakete, die meiner Schulungsidee ordentlich Schubkraft verleihen konnte. Und gemeinsam kamen wir dann darauf.

Zündstoff Smartphone

Eigentlich begann alles mit Ärger. Wir ärgerten uns darüber, dass immer mehr Billgproduzenten wie die Pilze aus dem Boden schossen. Und darüber, dass Amateure sich nun für große Filmer hielten, nur weil Smartphones ihnen weitestgehend das Nachdenken über Filmtechnik abnahmen. Dabei war Filmen doch viel mehr!

Und da war er, der zündende Gedanke. Was wäre, wenn wir gerade dieses MEHR vermitteln würden? Wenn wir Menschen, die ihr Smartphone gern zum Filmemachen nutzen wollen, mit unserem Know-how helfen könnten, dies professioneller zu tun? Wir waren Feuer und Flamme. Es stellte sich heraus, dass auch Heidrun schon vor längerer Zeit angefangen hatte, ihr Wissen in Seminaren weiterzugeben. Und es brachte ihr genauso viel Spaß wie mir. Also machten wir uns an die Arbeit.

Die EINFACH FILMEN Idee wird geboren und nimmt sofort Fahrt auf

Wir waren noch mitten drin in der Entwicklung eines Basis-Workshops, als das Telefon klingelte. Die Anruferin war eine Kundin von Heidrun von der Asklepios-Klinik Barmbek. Sie fragte, ob Heidrun ein Seminar für Pflegekräfte geben könne, in dem diese lernen, kurze Filme für den Instagram-Account der Klinik zu machen.
Besser hätte es nicht kommen können!
Wir waren elektrisiert. Nichts spornt so an, wie ein reales Projekt. Drei Wochen später, Ende Januar 2018, fand die Schulung in Barmbek statt – mit großem Erfolg. Und uns wurde klar: Wir hatten aufs richtige Pferd gesetzt.

P.S.

Wir haben diese beiden Beiträge völlig unabhängig voneinander geschrieben – das war die Vereinbarung bei diesem Doppelpack. Großes Indianerehrenwort!

EINFACH FILMEN mit dem Smartphone 

Wie eine Idee zwei Wettbewerberinnen zum Team machte 

Aus Sicht von Heidrun Köhlert 

Über den Beginn unserer Zusammenarbeit 

Karin und ich sind uns immer mal wieder über den Weg gelaufen. Aber außer einem Mittagessen beim kleinsten Spanier Hamburgs und einem ziemlich unkonkreten „Wir müssten mal…“ ist nichts passiert. Es haben schlicht Themen gefehlt, wo wir uns beide hätten einbringen können, ohne in Konkurrenz zu geraten. Denn beide sind wir Journalistinnen und Filmemacherinnen. Zu dem Zeitpunkt habe ich außerdem als Produzentin mit meiner Firma Gesundheitsreportagen für das Fernsehen realisiertNebenbei unterrichtete ich an der Hanseatischen Akademie für Marketing und Medien das Fach „Dokumentarfilm“.  

10 Jahre später 

Doch der Zufall wollte es, dass wir uns wieder trafen. Und dann haben wir uns einfach mal zum Kaffee getroffen. Wir kamen ins Gespräch, denn uns beiden war aufgefallen, dass immer mehr Unternehmen Mitarbeiter mit dem Smartphone filmen lassen – sei es Messeevents, howto-Videos und Szenen aus dem Büroalltag für die HR-Abteilung. Diese Videos sind manchmal zwar nicht wirklich gelungen, aber immerhin selbst gemacht. Und plötzlich war der Gedanke da: „Wir müssten mal … ein Seminar zum Filmen mit dem Smartphone anbieten“.  

… Und dann wurden wir mit unserer Schulungs-Idee quasi links überholt 

Parallel zum Gedankenaustausch kam ein Anruf der Asklepios Klinik Barmbek. Die Klinik hatte, um ihre Arbeitgebermarke zu stärken, einen Instagram-Account eingerichtetPflegekräfte sollten hier künftig Filme und Fotos posten. Ob wir sie schulen könnten? Das war unsere erste gemeinsame Inhouse-Schulung: Mit Pflegekräften, die bereits eine Frühschicht hinter sich hatten, seit 6 Uhr im Job, eigentlich eher müde. Und dann hat bei allen die Kreativität gezündet. Jeder war wieder hellwach und präsentierte am Ende der Schulung super Ideen und berührende Filme. Wir waren echt stolz! Und das Feedback der Teilnehmer: Es war so, als würdet Ihr das schon seit Jahren zusammen machen. Das Gefühl hatte ich übrigens auch.   

Was unsere Zusammenarbeit so besonders macht?

Wir sind ein Team mit einem besonderen Spirit: Wir sind offen miteinander und haben die Fähigkeit, uns gegenseitig auf beste und tragfähige Ideen zu bringen. Konkurrenzgedanken? Weit gefehlt: Als Team funktionieren wir gut und ergänzen uns in den Trainings. Wettbewerb? Nur wenn es darum geht, unseren Teilnehmern wirklich alles zu geben!